Presseerklärung zu den „Recherchen“ des Hessischen Rundfunks und anderen
Am 8. Mai streiken zum dritten Mal zehntausende Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland in über 100 Städten gegen die Wehrpflicht. Sie tun das, weil sie nicht als Kanonenfutter für die Profite sterben wollen. Dafür haben sie Respekt verdient und Solidarität, denn sie protestieren mit ihren Streiks gegen die Kriegsvorbereitung, die uns alle betrifft – so wie auch ein Krieg uns alle betreffen würde.
Hessenschau, Tagesschau, Zeit, Welt, Bild, FAZ und viele andere versuchten in den letzten Wochen mit einer Kampagne gegen die Schulstreiks vorzugehen. Die „Deutsche Kommunistische Partei (DKP) und ihre Jugendorganisation SDAJ“ würden „maßgeblich auf das bundesweite Netzwerk einwirken“. Und es kommt noch dicker: „Auch der für den 8. Mai geplante Schulstreik, der unter anderem auch in Frankfurt stattfindet, dürfte maßgeblich von DKP- und SDAJ-Funktionären vorbereitet werden.“
Das ist zu einem Teil glatt gelogen. Es sind die Jugendlichen selbst, die die Streiks organisieren. Die DKP versteht sich als Partei der Arbeiterklasse und ihrer Jugend und setzt sich darum selbstverständlich für diese ein. Wir als DKP wissen, dass unser „Anteil“ an diesen Streiks sehr klein ist und der Anteil der Jugendlichen sehr groß. Und auch große Medien wären gut beraten, diese Jugendlichen ernst zu nehmen. Der andere Teil der Berichte ist wahr: Wir als DKP, aber vor allem die SDAJ, unterstützen die Streiks. Diese „Recherche“-Leistung kann wirklich jede Person vollbringen, die weiß, wie „Google“ benutzt wird. Eigentlich sollte es auch niemanden überraschen. Die kommunistische Bewegung unterstützt antimilitaristische Aktionen seit über 100 Jahren.
Iris Schaffrina, Gewerkschafterin und DKP-Mitglied, erklärt dazu:
„Die „Enthüllungsberichte“ haben einen klaren Zweck: Sie sollen die Schulstreikbewegung schwächen, sie sollen Angst machen, sich an den Streiks zu beteiligen, sie sollen die Bewegung in einen braven und in einen bösen, kommunistischen Teil spalten. Das müssen wir verhindern, denn es nützt der Kriegsvorbereitung. Deshalb rufen wir auf:
Lasst euch nicht einschüchtern – und lasst uns weiterhin gemeinsam gegen Wehrpflicht und Kriegsvorbereitung aktiv werden! Wir werden die Bewegung weiterhin mit unseren bescheidenen Mitteln und Kräften unterstützen. Versprochen!“
07.05.2026

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